Kunsttherapie auf der onkologischen Station der Kinderklinik in Köln, Amsterdamer Straße

Viel hat sich getan in der Behandlung der tumor- und leukämiekranken Kinder, seitdem unser „Ännchen“ den „Dörfer Förderverein“ gegründet hat. Auf einer onkologischen Station zählt heute neben der Psychologie, dem Sozialdienst, der Musiktherapie oder der Seelsorge die Kunsttherapie zum erweiterten Leistungsspektrum in der Behandlung der erkrankten Kinder. So wird auf vielfältige Art die Entwicklung der Patienten gefördert, zu ihrer seelischen Stabilisierung beigetragen und der Krankenhausaufenthalt erleichtert. Es wird ein selbstbestimmter Raum geschaffen, neben der Fremdbestimmung durch die medizinische Behandlung. Die Arbeit in diesem Bereich orientiert sich an dem Modell der pädagogischen Kunsttherapie, die Therapie als „Initiieren und Lenken sozialer Lernvorgänge bzw. Korrektur gestörter oder unterentwickelter Fähigkeiten, Aktivierung des Individuums in einem besonders strukturierten Umfeld“ sieht.

Durch das Malen und Gestalten mit Wasserfarbe, Acrylfarbe, Zeichenstiften, etc. oder mit plastischen Ausdrucksmitteln wie Knete, Holzstücken, bunten Papieren soll bei den Patienten in behutsamer Begleitung die Entwicklung (kognitiv, feinmotorisch) und die Kreativität gefördert werden. Bei den kleineren Patienten, die ihre Gefühle am schwersten in Worte fassen können, schafft das Medium Kunst ein Hilfsmittel, um die seelische Verfassung zu erkennen und auf der Bildebene positiv eingreifen zu können.

Die therapeutische Wirkung der Medien (Wasserfarbe wirkt lösend, Kreide, Buntstifte wirken strukturierend und schützend) hilft die gesunden Persönlichkeitsanteile zu fördern, um bei der Bewältigung von Krisen zu unterstützen. Besonders wertvoll ist das Gefühl, etwas Eigenes geschaffen zu haben und das Gefühl der Anerkennung, wenn das entstandene Produkt besonders schön geworden ist.

Auf unserer letzten Hauptversammlung wurden uns einige Ergebnisse dieser therapeutischen Arbeit gezeigt: Wir waren erstaunt von der Bildhaftigkeit, von der Farbenpracht und von der phantasiereichen Zeichensprache dieser „Kunstwerke“. Wir freuen uns, hier mithelfen und den Einsatz dieser neuen Therapiemöglichkeiten unterstützen zu können.

©Valeria 2013

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©Valeria 2013

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Die Künstlerin in ihrem Atelier